01/18/19

1. Block BOM 2019

Während ich den 1. Block für den BOM 2019 nähte, habe ich alle Schritte beim Paper Piecing fotografiert.
Ich finde, dass eine schriftliche Erklärung für Paper Piecing oft schwierig zu verstehen ist. Auch weiß ich, dass es viele Anleitungen schon für Paper Piecing im Internet gibt.
Trotzdem dachte ich mir, dass eine weitere Methode, wie jemand ans Nähen auf Papier geht, nicht schaden kann.
Selbst mag ich gerne verschiedene Methoden ausprobieren, um dann die passendste für mich zu finden, die Art und Weise, die mir am besten von der Hand geht.
Und wer weiß, vielleicht ist ja für jemanden diese Methode stimmig.

Ich zeige hier nur die Grundlagen des Paper Piecings, also nur ein Segment, da alle anderen Segmente genauso genäht werden, manchmal sind es einfach nur mehr Teile :-)

Der Block entsteht immer auf der unbedruckten Seite des Papiers.
Als erstes lege ich den Stoff für Teil A1 mit der linken Seite gegen das Papier so auf, dass an allen Kanten von A1 der Stoff mindestens 1/4 inch übersteht oder mehr.
Das Stoffteil pinne ich fest, damit es beim Nahtzugabe zurückschneiden und Nähen nicht verrutscht.
Ich liebe die blauen Flower Head Pins von Clover (4510), da diese schön dünn sind und ich auch ein Lineal über die Nadel legen kann, ohne dass es kippelt, da der Blumenkopf sehr flach ist.

Ich arbeite beim Paper Piecing gerne mit dem Add A Quarter Plus Lineal.
Dieses Lineal hat nicht nur auf der einen Seite die erhöhte 1/4 inch Kante, um die Nahtzugaben einfach zurück zu schneiden, es hat auch auf der gegenüberliegenden Seite eine abgeflachte Kante, mit der man die einzelnen Nählinien umknicken kann.
Das Lineal wird auf die Linie zwischen A1 und A2 gelegt und das Papier an der Linie umgeknickt, danach das Lineal drehen, um mit der 1/4 inch Kante, die durch die Erhöhung am Knick des Papiers “angedockt” wird, die Nahtzugabe zurück zu schneiden.

  

Nun den Stoff für A2 rechts auf rechts auf den A1 Stoff legen.
Das linke Bild zeigt nur den Stoff, das rechte zeigt, wie der Stoff zum Nähen angelegt werden soll – bündig an die 1/4 inch Kante des ersten Stoffes.

  

Genäht wird genau auf der Linie zwischen A1 und A2.
Es gibt hier verschiedene Vorgehensweisen, einige arbeiten mit Rückstichen, ich selbst nähe über die Linien hinaus mit sehr kleinen Stichen (1,5). Wenn eine Linie in die Nahtzugabe geht, nähe ich über die ganze Nahtzugabe und ansonsten 5-6 Stiche über die Linie hinaus.

Den Stoff A2 umklappen und mit dem Finger die Naht gut ausstreichen.
Wer will kann sich hier einen Nahtroller oder einen Nahtpresser zur Hilfe nehmen.

Nun wird die Linie zwischen A2 und A3 auf die gleich Weise umgeknickt, wie vorher die Linie zwischen A1 und A2.
Da aber über die Linie hinaus genäht worden ist, reiße ich vorsichtig (!) das Papier an der Stelle etwas ein. Dafür halte ich die Naht mit dem Daumennagel fest, damit keine Stiche aufgehen.
Nun wiederholen sich die vorherigen Schritte, bis alle Teile angenäht sind.
Linie umklappen, mit dem Add A Quarter die 1/4 inch Kante abschneiden und dann auf der Linie nähen.


Dadurch, dass ich immer nur eine Lage Stoff mit der 1/4 Kante abschneide, bekomme ich eine schöne, richtige Anlegekante. Ich sehe ganz genau, wo ich den nächsten Stoff anlegen muss und weiß somit auch, dass der Stoff nach dem Umklappen groß genug ist.

Manchmal ist man sich ja nicht sicher, ob der Stoff nach dem Umklappen auch wirklich alles des Papierfeldes bedeckt.
Bei dem Bild oben sieht man das Feld A4 durchscheinen. Die Spitze ist komplett bedeckt, wenn ich den Stoff anlege, das stellt sicher, dass auch alles passt, wenn ich nach dem Nähen den Stoff umklappe.

Nun kann der Block gebügelt werden. Bitte auf der Stoffseite bügeln, damit keine gedruckten Linien vom Papier auf das Bügeleisen abfärben.
Danach wird der Block auf die richtige Größe geschnitten.
Dafür nehme ich sehr gerne das 3 1/2″ x 12 1/2″ Lineal von Creative Grids.
Es hat eine gute, handliche Größe und die 1/4″ Linie ist an einer Seite gestrichelt, so dass ich über die ganze Länge gut sehen kann, wie das Lineal aufliegt. 
Die 1/4″ Linie lege ich nun auf die Endmaßlinie und schneide den überstehenden Stoff und das Papier ab. 

Den Schritt rund um den Block wiederholen und fertig ist das erste Segment.

Die beiden abgestumpften Kanten machen einem im ersten Moment Sorgen, dass vielleicht der Stoff zu knapp ist, um schöne Spitzen zu formen.
Dies ist aber nicht der Fall.
Da sehr viel Stoff in die Nahtzugaben der Spitzen laufen würde, ist es ganz richtig, dass die Stoffe an den Stellen nicht ganz bis zum Ende des Blockrandes laufen. Wichtig ist nur, dass der Stoff 1/4″ über das Endmaß hinaus geht.
Wer sich unsicher ist, ob später alles passt, kann es auf der Rückseite überprüfen, wenn der Bereich komplett abgedeckt ist und die Nahtzugaben überstehen, dann ist alles gut :-)
Nun alle Segmente des Sternes nähen und dann die einzelnen Teile zusammen nähen.
Für mich ist es am einfachsten ohne Papier weiter zu nähen. Da ja alle Teile auf das richtige Maß begradigt wurden und ich rundherum eine 1/4″ Nahtzugabe habe, entferne ich das Papier aller Segmente und nähe dann ohne Papier die Teile zusammen.
Fertig ist der erste Stern!

Dies ist also meine Art des Paper Piecings. 
Viel Spaß beim Nähen!

12/24/15

Fröhliche Weihnachten

Ich wünsche allen ein fröhliches Weihnachtsfest!

Quilt 02

Und als kleines Schmankerl von mir gibt es heute das Tutorial für die Sterne, die hier im Bloghintergrund zu sehen sind, zum Download.
Die Sterne habe ich letztes Jahr im September genäht, hier ist der Blogbeitrag: klick
Und wer nun Lust hast, diesen Quilt nachzunähen, der kann sich mein Tutorial dazu runter laden: Tutorial Sternenquilt LC

Viel Spaß!

04/19/15

Diamonds – freie Anleitung

Nun ist sie fertig – die Anleitung zu dem Diamonds Quilt :-)
Vielen Dank an dieser Stelle noch mal an meine Testnäher! Ich freue mich, dass Euch das Nähen des Quilts Spaß gemacht hat und ihr habt alle ein so schönen Quilt fertig gestellt, bzw. ein wunderbares Top, dass ich mich nun wohl für andere Farben entschieden hätte.
Dies ist mein Quilt Diamonds:
Diamonds Saskia
Größe: ca. 1,15 m x 1,50 m
Vlies: Luna Soft Soy
Longarm gequiltet, Panto: Expression

Meine Teile für das Top habe ich mit den Linealen Tri Recs Tool (Set aus 2 Linealen) und dem Easy Angle zugeschnitten. Für halbe Dreiecke und die Dreiecke im Quadrat wunderbare Lineale, die man für diese Formen immer wieder benutzen kann.
(Die Lineale sind im Laden vorrätig)
Lineale

Auch mit Hilfe der Lineale haben drei Testnäherinnen ihren Quilt/Top genäht.
Gaby:
Diamonds Gaby
Danke, für dieses wunderschöne Bild deines Quilts. Gaby hat Moda Stoffe der Serie High Street verwendet und ich bin ganz hin und weg von dem Quilt.

Martina:
Diamonds Martina 01 Diamonds Martina 2
Auch dir vielen Dank für die Bilder! Welche Stoffe verwendet wurden, weiß ich nicht, aber mir gefällt der helle Hintergrund sehr zu den Diamanten. Der Quilt wirkt so wunderbar edel.

Carmen:
Diamonds Carmen
Carmen hat selbst gefärbte Stoffe genommen. Auch diese Farbwahl finde ich großartig. Die Diamanten leuchten so schön.

Emma hat sich für die Paper Piecing Variante entschieden:
Diamonds Emma 02 Diamonds Emma 01
Vielen lieben Dank, dass ich dein Top auch quilten durfte. Es war ein ganz besonderes Gefühl dieses Top zu quilten, weil es ja eigentlich nicht mein eigenes war, aber es sich irgendwie doch so anfühlte.

Für die Linealvariante ist es eine .pdf Datei: Anleitung Lineale klein
Für die Paper Piecing Variante sind es mehrere Dateien.
Anleitung PP klein
Block 1 grosse Diamonds
Block 2 kleine Diamonds
Block 3 Mittelteil Seite
Block 4 Mittelteil
Block 5 Seitenteil

Achtet bitte bei den Paper Piecing Vorlagen unbedingt darauf bei den Druckeinstellungen die Seitenanpassung auf KEINE zu stellen. So wird dann auch die richtige Größe der Vorlagen ausgedruckt.
Falls Ihr die Anleitung nachnäht, würde ich mich sehr über Fotos der Tops/Quilts freuen. Ich hoffe, Ihr habt beim Nähen genau so viel Spaß, wie die Testnäher und ich es hatten.

Ein wenig “Kleingedrucktes” bleibt nicht aus:
– Die Anleitung wird für einige Zeit frei im Blog verfügbar sein. Ich behalte mir das Recht vor, diese Anleitung auch wieder vom Blog zu entfernen.
– Die Stoffangaben sind errechnete Richtwerte, es kann sein, dass mehr oder weniger Stoff benötigt wird, bitte bedenkt dies, bei der Stoffauswahl. Mein eigener Quilt ist mit den genannten Werten ausgekommen.
– Die Anleitung ist frei und somit auch nicht für den Weiterverkauf gestattet!
– Falls Euch Fehler in der Anleitung auffallen, würde ich mich über eine Benachrichtigung freuen, damit ich die Anleitung ändern kann.

02/25/14

Wir bauen eine Designwand :-)

Jörg war so lieb und hat für den Kursraum 4 Designwände gebaut. Jede einzelne Wand ist 1 x 1 m groß, also viel Fläche zum designen.

Außerdem hat er ein paar Fotos gemacht, während er eine Wand gemacht hat, damit jeder, der Lust hat, sie nachmachen kann.

Ihr braucht:

– 1 dünne MDF Platte 100 x 100cm
– 2 Hart-Styropor Platten 50 x 100cm (20mm dick)
– Microfaser Frottee Spannbettlaken 100 x 200cm (reicht für 2 Wände à 100 x 100cm)
– doppelseitiges Klebeband
– normales Klebeband oder Kreppband
– Tacker und Tackernägel
– Schere
– Bohrer

In die MDF Platte werden Löcher gebohrt, die zur späteren Aufhängung der Designwand dienen. (Das vierte Bohrloch unten links hat es nicht mit auf´s Foto geschafft.)
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Dann die MDF Platte auf einen Tisch legen und doppelseitiges Klebeband darauf kleben, die Styropor Platten aufkleben.
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Das Microfaser Frottee Spannbettlaken über die Styropor Seite spannen und festtackern.
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Die Tackernägel auf der Rückseite mit Klebeband bekleben, damit das abgeschnittene Laken nicht weiter ausfransen kann und um eine glatte Rückwand zu bekommen.
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FERTIG :-)

(Für die 4 Platten hat er ca. 50,- Euro an Materialkosten ausgegeben.)
Einzelne Stoffteile haften sehr gut an der Wand, wenn schon einige Nähte vorhanden sind, müsste etwas mit Stecknadeln nachgeholfen werden.
Diese Blöcke haften alle gut ohne Stecknadeln an den Wänden:
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Viel Spaß beim Nachbauen und lieben Dank an den Herrn im Haus, der seinen Samstag damit verbracht hat.

Und damit Ihr den Post immer wieder findet, habe ich ihn in den Tutorials oben festgepinnt.